Hochauflösende Messwandler, intelligente Zähler und Strommesszangen liefern Spannung, Strom, Leistung, Leistungsfaktor und Oberschwingungen mit Millisekundenauflösung. Entscheidend ist, Ausfälle mit lokalem Puffer zu überbrücken, Samplingraten an Prozessdynamik anzupassen und Datenverdichtung sinnvoll einzusetzen. So entsteht ein klares Bild, das Lastsprünge, Leerlaufverluste und ineffiziente Anfahrprofile sichtbar macht, ohne die Infrastruktur mit unnötigem Datenvolumen zu belasten.
Nur wenn Zeitstempel stimmen, lassen sich Energieereignisse mit Maschinenzuständen verknüpfen. Präzise Synchronisation über PTP nach IEEE 1588 oder robustes NTP, konsistente Zeitzonen und identische Offsets über Linien hinweg sichern Vergleichbarkeit. Dadurch werden Korrelationen zwischen Roboterbewegungen, Ofenzyklen und Leistungspeaks klar erkennbar, während Ereignisreihenfolgen in Dashboards und Alarmen zuverlässig wiedergegeben werden, selbst bei verteilten Produktionsstandorten.
Nach der Erfassung zählt skalierbares Routing. Leichte Protokolle wie MQTT, strukturierte Modelle via OPC UA und Event‑Streaming mit Kafka sichern Durchsatz und Entkopplung. Edge‑Filter verhindern Datenfluten, während redundante Verbindungen Ausfälle abfedern. Durchstich in Data Lakes ermöglicht langfristige Analysen, parallel liefern In‑Memory Stores reaktionsschnelle Kennzahlen für Bediener. So wächst das System kontrolliert mit jeder Linie, Maschine und Schicht.